Caturra-Varietät
Caturra ist eine kompakte natürliche Mutation des Bourbon, entdeckt 1937 in Minas Gerais (Brasilien). Höhere Produktivität als Bourbon, anfälliger für Blattrost. Dominiert in Kolumbien, Costa Rica und Zentralamerika.
Caturra ist eine der meistangebauten Arabica-Varietäten der Welt, besonders in Kolumbien (wo es jahrzehntelang die Standardvarietät war) und Costa Rica. Vorteile: kompakter Wuchs (einfacher zu ernten), höherer Ertrag als Bourbon. Nachteile: anfälliger für Hemileia vastatrix (Blattrost) und Hypothenemus hampei. In Kolumbien hat die Kaffeebohlenkrankheit-Krise von 2008–2010 viele Caturra-Bauern zur Umstellung auf Castillo (eine resistente Cenicafé-Variante) gezwungen. Aromatisches Profil: sauber, ausgewogen, weniger komplex als Bourbon — eine solide, zugängliche Varietät ohne die Extremeigenschaften von Gesha oder SL28.