Arabica (Coffea arabica)
Coffea arabica ist die aromatisch komplexere der zwei kommerziell bedeutsamen Kaffeearten. Sie ist allotetraploid (44 Chromosomen), selbstbestäubend und stammt aus den Bergwäldern Äthiopiens. Sie macht ca. 60 % des globalen Kaffeemarkt aus.
Arabica entstand durch natürliche Hybridisierung zwischen Coffea canephora und Coffea eugenioides in Äthiopiens Hochland. Die Allotetraploidie (4 Chromosomensätze) erklärt die außergewöhnliche Aromenvielfalt: Hunderte verschiedene aromatische Verbindungen (Ester, Aldehyde, Furane, Pyrazine) entstehen beim Röstprozess. Arabica wächst bevorzugt auf 900–2.500 m, bei 15–24 °C, in gut drainiertem Boden. Anfällig für Hemileia vastatrix (Kaffeeblattrost) und Hypothenemus hampei (Kaffeebeerenbohrer) — das erklärt die Herausforderungen des Arabica-Anbaus im Klimawandel. Die wichtigsten Varietäten-Linien: Typica, Bourbon und ihre Ableger (Caturra, Catuaí, Pacas, SL28, SL34, Gesha).