Altitude (Höhe und ihr Einfluss auf Kaffee)
Höhe ist der wichtigste einzelne Terroir-Faktor beim Kaffee: Jede 100 Meter mehr bedeuten eine durchschnittlich 0,6 °C kühlere Umgebungstemperatur, langsamere Kirschenreife und typischerweise höhere Zuckerakkumulation und Aromakomplexität.
In größerer Höhe reift die Kaffekirsche langsamer. Diese verlängerte Reifephase ermöglicht mehr Photosynthese und damit mehr Zuckerakkumulation. Gleichzeitig produziert die Pflanze mehr organische Säuren als Schutzmechanismus gegen UV-Strahlung. Das Ergebnis: intensivere, komplexere Aromatik. Klassifizierungen: SHB (Strictly Hard Bean) in Zentralamerika = über 1.200 m. HB (Hard Bean) = 1.050–1.200 m. SHG (Strictly High Grown) in Mexiko/Honduras. Kenia und Äthiopien verwenden Grade-Klassifizierungen (Grade 1 = beste Qualität, meist aus höheren Lagen). Über 2.000 m finden sich einige der aromatisch reichsten Lots der Welt: Nariño (Kolumbien), Hambela (Äthiopien), Chirripó (Costa Rica).