Was macht ein Green Coffee Buyer?
Ein Green Coffee Buyer kauft grünen (ungerösteten) Kaffee direkt von Produzenten oder Importeuren für Specialty-Röstereien. Aufgaben: Reisen zu Erzeugerländern, Cupping vor Ort, Preisverhandlung, Logistik-Koordination, Beziehungsaufbau. Schlüsselrolle in der Specialty-Lieferkette — entscheidet, welche Bohnen in deine Tasse landen.
Hauptaufgaben: 1) Sourcing — Identifikation von Direct-Trade-Partnern in Erzeugerländern. Reisen 4-8× pro Jahr nach Äthiopien, Kolumbien, Brasilien, Honduras, Kenia. 2) Cupping vor Ort — Bewertung verfügbarer Lots im Cupping-Raum der Farm. Auswahl der besten Lots. 3) Preisverhandlung — direkter Verhandlungsprozess mit Produzenten oder Cooperative-Managern. Specialty-Direct-Trade-Preise: 5-50+ USD/Pfund FOB.
4) Logistik-Koordination — mit Importeuren (Trabocca, This Side Up, Sucafina-Specialty) Versand-Routen, Lagerung, Zollabwicklung organisieren. 5) Beziehungsaufbau — langjährige Partnerschaften mit Produzenten, manchmal mit Co-Investments in Aufbereitungs-Verbesserungen. 6) Risikomanagement — Klimavolatilität, politische Instabilität, Markteinbrüche müssen antizipiert werden.
Profile: Green Coffee Buyer sind oft erfahrene Q-Grader (siehe cafe-393) mit 5-10+ Jahren Specialty-Erfahrung, oft mehrsprachig (Spanisch + Englisch obligatorisch, oft Portugiesisch oder Französisch). Belgische Specialty-Röstereien (MOK, OR, Caffènation, Belmoca) haben jeweils 1-3 Green Coffee Buyer im Team. Der Job ist anspruchsvoll: internationale Reisen, langjährige Beziehungen, hohe Verantwortung — aber für Specialty-Aficionados eine Traumtätigkeit.
Green Coffee Buyer — Hauptaufgaben
- Sourcing in Erzeugerländern
- Cupping vor Ort + Lot-Auswahl
- Preisverhandlung mit Produzenten
- Logistik mit Specialty-Importeuren
- Langjährige Beziehungspflege
- Risikomanagement (Klima, Politik)