Belgien und lokale Kaffeeszene

Was prägt die Brüsseler Specialty-Szene?

Brüssel hat seit etwa 2010 eine der dynamischsten Specialty-Szenen Europas entwickelt. Pioniere MOK Coffee (gegründet in Löwen, dann Brüssel) und Belmoca prägten die erste Welle, ergänzt durch Cafés wie OR Coffee Roasters, Café Capitale, Comptoir Florian und Aksum Coffee. Brüssel zählt über 30 echte Specialty-Cafés und hostet die jährliche Brussels Coffee Week (seit 2014).

Die Brüsseler Specialty-Szene ist multikulturell wie die Stadt selbst. Französische, flämische, italienische, äthiopische und nordische Einflüsse mischen sich in den Cafés der Innenstadt, der Saint-Gilles, Ixelles und der Kanalzone. Die wichtigsten Standorte: zwischen Saint-Catherine und Sablon (klassisch), Ixelles und Châtelain (Hipster), Saint-Gilles und Saint-Boniface (Specialty-Hotspot).

Wichtige Akteure: MOK Coffee (gegründet 2009 in Löwen, mehrere Brüsseler Standorte mit eigener Rösterei), Belmoca (Belmondo Anita-Familie, mehrere Brüsseler Standorte), Café Capitale (Brüssel-Stadt), Cafézoë (Sablon), Aksum Coffee (Saint-Gilles, äthiopische Spezialitäten), Comptoir Florian (Ixelles, klassisch fokussiert), Stoffers (kreative Kaffee-Spezialitäten). Diese Szene wird regelmäßig in Magazinen wie »Sprudge« oder »Standart« als europäisches Vorbild hervorgehoben.

Die Brussels Coffee Week (seit 2014) findet jährlich im April-Mai statt, mit Cuppings, Workshops, Latte-Art-Wettbewerben und einem öffentlichen Coffee-Festival in der Kanalzone. Sie zieht Brewers und Konsumenten aus ganz Europa an. Belgische Baristas haben mehrere internationale Wettbewerbe gewonnen — die Brüsseler Szene ist heute eine der lebendigsten in Europa, vergleichbar mit Amsterdam oder Berlin.

Brüsseler Specialty-Szene — Schlüsselzonen

  • Saint-Catherine + Sablon (klassisch zentral)
  • Ixelles + Châtelain + Saint-Boniface (Hipster + Specialty-Hotspot)
  • Saint-Gilles + Parvis (multikulturell)
  • Kanalzone + Molenbeek (urban, neue Generation)
  • Brussels Coffee Week jährlich April-Mai